Synonym für Geld.

Silbermünzen.

Ein 2-1/2-Gulden-Stück aus Curacao von 1944

Silbermünzen stellten bis ins 20. Jahrhundert hinein den wesentlichen Teil des alltäglichen Geldes dar und so wurde das weiße Edelmetall in einigen Sprachen zum Synoym für Geld, etwa im Französischen, wo beides als argent bezeichnet wird.


Heute ist der Silbermarkt - bezogen auf den Preis für alles auf der Welt vorkommende Material - deutlich kleiner als der Markt für Gold und gleichzeitig ist Silber aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften ein wichtiger Industrierohstoff. Dies führt zu sehr starken Preisschwankungen beim Silber, sodass heute keine Silbermünzen mehr als Kursmünzen verwendet werden. In einer Preisspitze würde der Materialwert sehr schnell den aufgeprägten Geldwert übersteigen und die Münzen würden aus dem Zahlungsverkehr verschwinden, wie es in der Vergangenheit wiederholt passiert ist.


Auch der Preis für Silber ist seit der Jahrtausendwende gestiegen, wodurch heute viele häufige Silbermünzen recht nah am Materialwert gehandelt werden. Jedoch gibt es hier ebenfalls seltene Stücke, die ein Vielfaches des Metallpreises wert sind, besonders einige Kursmünzen, die nur kurzzeitig umliefen und danach fast zur Gänze eingeschmolzen wurden. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist das 5-Mark-Stück "Eichbaum" aus der Weimarer Republik.


Seit 1960 verfolgen viele Länder eine äußerst expansive Politik, was die Ausgabe von Silbergedenkmünzen angeht. Die unüberschaubare Vielfalt und die vergleichsweise hohen Auflagen (Österreich prägte von einigen 100-Schilling-Münzen fast so viele, wie es Einwohner hatte) führen daher heute zu eher niedrigen Preisen. Andererseits gilt diese expansive Ausgabepolitik nicht für alle Länder und es gibt auch im Bereich der Gedenkmünzen zahlreiche Stücke, die einen höheren Wert als ihr enthaltenes Silber haben.


Besonders alte Silbermünzen wie Taler und Taler-Teilstücken aus der Zeit vor 1800 sind heute gefragte Ware für Auktionen und erzielen teilweise hohe Preise.